www.osteoporose.hexal.deMedikamentöse Therapie
Medikamente bei Osteoporose
Die Entscheidung über die Wahl des Medikaments trifft der behandelnde Arzt nach gründlicher Untersuchung des Patienten und der daraus resultierenden Diagnose. Neben einer Basistherapie mit Calcium und Vitamin D können Medikamente eingesetzt werden, die den Knochenabbau hemmen bzw. den Knochenaufbau fördern, z. B.:
Bisphosphonate
Bisphosphonate sind Phosphorverbindungen, die sich an die Knochenoberfläche anlagern und den Knochenabbau durch die knochenabbauenden Zellen hemmen. Gleichzeitig bleibt die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen erhalten. Auf diese Weise wird eine Erhöhung der Knochendichte erreicht.
Hinweise zur Einnahme von
Bisphosphonaten:
Nehmen Sie das Arzneimittel mindestens
30 Minuten vor dem Frühstück in aufrechter
Körperhaltung mit einem großen Glas
Leitungswasser (200 ml) ein. Nehmen Sie
das Arzneimittel nicht mit anderen Getränken
ein (auch nicht mit Mineralwasser), da
es sonst nicht richtig wirken kann. Vor der Einnahme anderer Medikamente sollten
Sie mindestens einen Abstand von 30 Minuten
einhalten. Auch Calciumpräparate
dürfen nicht zusammen mit Bisphosphonaten
eingenommen werden.
Raloxifen
Raloxifen ist ein sogenanntes Östrogenrezeptorbesetzendes Medikament. Ebenso wie die Bisphosphonate hemmt Raloxifen den Knochenabbau durch die knochenabbauenden Zellen und beugt so Knochenbrüchen insbesondere an der Wirbelsäule vor.
Strontiumranelat
Strontium(-ranelat) ist ein Strontiumsalz. Wirksamer Bestandteil ist Strontium, das wie Calcium in den Knochen eingebaut wird. Der Arzneistoff hemmt den Knochenabbau und steigert gleichzeitig den Knochenaufbau. Wirbelkörperbrüche und andere Brüche können so vermieden werden.
Teriparatid
Bei Teriparatid handelt es sich um ein Medikament, das den Knochenaufbau fördert und so Knochenbrüche verhindert. Der Arzneistoff ist identisch mit dem aktiven Teilstück des körpereigenen Parathyroidhormons, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird.
Parathyroidhormon
Der Arzneistoff ist identisch mit dem natürlichen Parathyroidhormon aus den Nebenschilddrüsen. Er stimuliert die Knochenbildung durch knochenaufbauende Zellen und steigert die Calciumaufnahme aus der Nahrung. Parathyroidhormon kann dadurch das Risiko für Brüche an der Wirbelsäule deutlich reduzieren.
Basistherapie:
Calcium und Vitamin D
Bei nachgewiesenem Calcium- und Vitamin-D-Mangel sowie zur unterstützenden
Behandlung von Osteoporose werden Calcium
und Vitamin D eingesetzt.





