Medikamentöse Therapie

Medikamente bei Osteoporose

Die Entscheidung über die Wahl des Medikaments trifft der behandelnde Arzt nach gründlicher Untersuchung des Patienten und der daraus resultierenden Diagnose. Neben einer Basistherapie mit Calcium und Vitamin D können Medikamente eingesetzt werden, die den Knochenabbau hemmen bzw. den Knochenaufbau fördern, z. B.:

Bisphosphonate

Bisphosphonate sind Phosphorverbindungen, die sich an die Knochenoberfläche anlagern und den Knochenabbau durch die knochenabbauenden Zellen hemmen. Gleichzeitig bleibt die Aktivität der knochenaufbauenden Zellen erhalten. Auf diese Weise wird eine Erhöhung der Knochendichte erreicht.

Hinweise zur Einnahme von Bisphosphonaten:
Nehmen Sie das Arzneimittel mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück in aufrechter Körperhaltung mit einem großen Glas Leitungswasser (200 ml) ein. Nehmen Sie das Arzneimittel nicht mit anderen Getränken ein (auch nicht mit Mineralwasser), da es sonst nicht richtig wirken kann. Vor der Einnahme anderer Medikamente sollten Sie mindestens einen Abstand von 30 Minuten einhalten. Auch Calciumpräparate dürfen nicht zusammen mit Bisphosphonaten eingenommen werden.

Raloxifen

Raloxifen ist ein sogenanntes Östrogenrezeptorbesetzendes Medikament. Ebenso wie die Bisphosphonate hemmt Raloxifen den Knochenabbau durch die knochenabbauenden Zellen und beugt so Knochenbrüchen insbesondere an der Wirbelsäule vor.

Strontiumranelat

Strontium(-ranelat) ist ein Strontiumsalz. Wirksamer Bestandteil ist Strontium, das wie Calcium in den Knochen eingebaut wird. Der Arzneistoff hemmt den Knochenabbau und steigert gleichzeitig den Knochenaufbau. Wirbelkörperbrüche und andere Brüche können so vermieden werden.

Teriparatid

Bei Teriparatid handelt es sich um ein Medikament, das den Knochenaufbau fördert und so Knochenbrüche verhindert. Der Arzneistoff ist identisch mit dem aktiven Teilstück des körpereigenen Parathyroidhormons, das in den Nebenschilddrüsen gebildet wird.

Parathyroidhormon

Der Arzneistoff ist identisch mit dem natürlichen Parathyroidhormon aus den Nebenschilddrüsen. Er stimuliert die Knochenbildung durch knochenaufbauende Zellen und steigert die Calciumaufnahme aus der Nahrung. Parathyroidhormon kann dadurch das Risiko für Brüche an der Wirbelsäule deutlich reduzieren.

Basistherapie:
Calcium und Vitamin D

Bei nachgewiesenem Calcium- und Vitamin-D-Mangel sowie zur unterstützenden Behandlung von Osteoporose werden Calcium und Vitamin D eingesetzt. Vitamin D fördert die Calciumaufnahme aus dem Darm und die Einlagerung von Calcium in die Knochen.

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